Keramik verbindet
Wer ist VanBecSel?
Mein Name ist Vanessa Becker, Jahrgang 1983, und ich wohne mit meiner Familie in Selbach. Somit hätten wir die Bedeutung des Labels auch schon geklärt: VANessa BECker SELbach. Wie die Keramik in mein Leben kam und welche Spuren sie bisher hinterlassen hat, möchte ich dir gerne ausführlich erzählen. Also tauch ein und mach dir's gemütlich.
Meine Keramik-Liebesgeschichte
Wie VanBecSel als kleines Hobby startete und schnell zum Herzensbusiness wurde
Zum ersten Mal Kontakt zu Ton hatte ich in der vierten Klasse der Grundschule. Wir hatten damals zu Ostern mit unserer Lehrerin eine Schale mit einem Blattabdruck angefertigt, außerdem ein kleines Häschen geformt sowie ein mini kleines Nest mit drei kitzekleinen Eiern hergestellt, alles aus rotem Ton. Glasiert wurde nichts davon, aber die Eier bekamen Farbe mit Hilfe des Wasserfarbkastens. So einfach und so prägend. 1994 war nicht die Zeit, in der man alles fotografisch festgehalten hat, aber die Bilder von der Entstehung und den fertigen Sachen haben sich dennoch in meinen Kopf regelrecht eingebrannt. Das Gefühl von Ton in den Händen und die Faszination, als wir das eingearbeitete Blatt von der Tonplatte abgezogen haben und die filigrane Struktur der Blattadern sichtbar wurde, hat mich tief bewegt.
Es sollten jedoch weitere 25 Jahre ins Land ziehen, bis mir das Leben 2019 wieder Ton in die Hände spielt. Im Laufe der Zeit hatte ich meinem Mann immer mal wieder beiläufig erzählt, dass ich so gerne das Töpfern ausprobieren würde. Er hatte dann zufällig über eine Facebook-Anzeige in fahrbarer Nähe einen Kurs in Aufbautechnik gefunden. Und so begann die eigentliche Reise. Es war ein freier Kurs, in dem wir unsere eigenen Projekte verwirklichen konnten. Im ersten Moment war das total überfordernd, aber recht schnell schossen mir Ideen ein und nach drei Abenden Töpfern und einem Abend Glasieren, war schnell klar, dass ich das nie wieder aufgeben möchte. Den ersten Hubel Ton, der in unserem Zuhause einzog, hab ich wie den Heiligen Gral behandelt und ich hab intuitiv gefühlt, dass das in dem Moment ein lebensveränderndes Ereignis ist.
Aus dem fast ungenutzten Büro in unserem Haus wurde recht schnell ein umfangreiches und oft besetztes Kreativzimmer. Nach und nach zogen Glasuren und Werkzeuge ein. Zeitgleich entdeckte ich Instagram und nutzte das zum einen, um meine Fortschritte festzuhalten, zum anderen um jedes verfügbare Wissen zum Töpfern und zu Keramik wie ein Schwamm aufzusaugen und alles selbst auszuprobieren. Nach dem Motto von Pippi Langstrumpf: "Das hab ich noch nie probiert, also bin ich ziemlich sicher, dass ich es kann." So konnte ich viele Erfahrungen sammeln und für mich herausfinden, was gut geht und was mich erfüllt.
Zum Brennen nutzte ich anfangs einen Brennservice. Schnell wurde aber die Menge an Werken und die ständige Fahrerei (30 Minuten pro Weg) so unverhältnismäßig, dass die Suche nach einem gebrauchten Brennofen laut wurde. Der war online relativ rasch gefunden, denn damals war der Run auf Brennöfen und Drehscheiben quasi nicht existent. Allerdings stand der Ofen 250 km entfernt zum Verkauf und der erste Lockdown war unmittelbar angekündigt. Dennoch war die Entscheidung schnell gefällt und einen Tagesausflug später waren wir stolze Brennofen-Besitzer. Ohne Ahnung von irgendwas, aber sowas von bereit für dieses Abenteuer.
In der folgenden Zeit (2020-2021) waren wir alle bekanntermaßen sehr viel zuhause und mussten uns und gegeben falls unsere Kinder beschäftigen. Da war das Töpfern einfach ein großes Geschenk im Hause Becker. Es folgten viele kreative Stunden, auch zusammen mit unserer Tochter, die zu dem Zeitpunkt sechs Jahre alt war und ebenfalls begeistert neben mir ihre eigenen Werke erschuf. Wenn wir im Fachhandel Glasuren kauften, konnte sie der Ladenbesitzerin sämtliche Glasurnamen und deren Eigenschaften benennen, Der Glasurenkatalog war bei uns die Homeschooling-Lektüre.
Da waren wir nun mittlerweile mit einem Haus, einem Garten und einem Lager-Keller voller fertiger Keramik-Schönheiten. Fast unbemerkt war die Produktion ein bisschen eskaliert. Ohne klares Ziel vor Augen. Pure Selbstverwirklichung in Ton. Wie soll das denn weitergehen? Verschenkt wurde fortan ausschließlich Keramikware an Freunde, Familie, Bekannte, für jede Person und zu jedem Anlass individuell. Dennoch gab es einen „kleinen“ Überschuss. Und wieder kam das Leben mit einer Lösung um die Ecke: ich bekam die Möglichkeit, auf dem erstmals in unserem Ort stattfindenden Weihnachtsmarkt einen Stand zu bestücken. Wow, war ich bereit? Nein. Hab ich es trotzdem gemacht? Klar. In kürzester Zeit (4-5 Wochen, wenn ich richtig erinnere) habe ich neben Erwerbs- und Carearbeit das Gewerbe gegründet und mich ohne jegliche Vorerfahrung auf den Markt geworfen. Mein buntes Sammelsurium an Erstlingskeramik kam total gut an und ich hab ohne große Erwartung richtig viel verkauft. Das war er also, der Sprung von Hobby zu Business.
Seitdem habe ich viele Möglichkeiten ergriffen, um mich persönlich und mein kleines Business weiter voranzubringen. Ohne Druck. In meinem eigenen Rhythmus. Ohne übertriebene Perfektionsansprüche. Nicht jeden Tag. Einfach neben dem Rest, was mir wichtig ist. Ohne falschen Ehrgeiz, sondern mit dem Fluss des Lebens. Spielerisch, aber dennoch mit einer gewissen Professionalität. Mit Mindset-Arbeit und Persönlichkeitsentwicklung. Mit Online-Kursen zu Gründung und Steuern. Mit Dürfen statt Müssen. Mit Misserfolgen, Rückschlagen, Herausforderungen - und einer Menge Ofenglück. Eine Bereicherung auf vielen Ebenen, auch für uns drei als Familie, das kleine Team hinter VanBecSel.
Womit ich niemals gerechnet habe und was mich außerhalb des Keramikprozesses enorm erfüllt, sind die echten Begegnungen mit Menschen, die entweder genauso keramikverliebt sind oder aber in anderer Weise mit und von ihrer Kreativität leben oder einfach nur Interesse an meiner Kunst haben. Gemeinsame Kunstausstellungen, kleinere Projekte, Verkaufsmöglichkeiten in Läden, Workshops, Besuche auf Märkten und nicht zuletzt die Keramikliebe-Community (Online-Austausch-Forum), in der aus Internetbekanntschaften echte Treffen wurden und wegen der ich für gemeinsame Veranstaltungen quer durch Deutschland reise.
Sogar einen Töpferstammtisch im Saarland konnte ich ins Leben rufen und die Keramikmenschen aus der näheren Umgebung versammeln.
Mit der Keramik haben sich so viele Türen für mich geöffnet und Verbindungen ergeben und als nächsten Schritt öffne ich meine Tür für dich: komm herzlich gerne zu einem Workshop und finde heraus, was Ton mit DIR macht. Die schönsten Geschichten schreibt das Leben - lass Keramik zu einem Kapitel darin werden.


Komm in einen Workshop und spüre die Magie im Ton
Lerne die Keramikaufbautechnik kennen
In einem Workshop kannst du selber Hand anlegen und deine eigene Keramikkunst erschaffen. Tauche ein in die Welt des Töpferns – ich begleite dich Schritt für Schritt mit praxisnahen Techniken und du erweckst eine kreative Ideen zum Leben, an der du lange Freude hast.
